Reisetipps zu Jordanien
Jordaniens äußere Erscheinung ist durch scharfe Kontraste gekennzeichnet. Im Nordwesten wird das Land von den letzten Ausläufern des "Fruchtbaren Halbmonds" berührt. Dort ist das Klima laut Touristinformation mediterran, die Winter sind mild und die Sommer erträglich. Im Süden und Osten hingegen herrscht extremes Wüstenklima, tagsüber ist die Hitze oft gnadenlos, während nachts die Temperatur auf den Gefrierpunkt fallen kann. Im Norden des Landes erstreckt sich ein trostloses Meer aus schwarzen Basalttrümmern, der Hauran. Eine geologische Besonderheit Jordaniens ist der westliche Grabenbruch, der das Land vom Jordantal bis zum Wadi al-Araba durchschneidet. Den tiefsten Punkt dieser Senke füllt das Tote Meer aus, dessen Ufer mit 400 Metern unter dem Meeresspiegel den kontinentalen Rekord an Minushöhe halten. Ohne natürlichen Abfluss erreicht der See die zehnfache Salzkonzentration der Weltmeere, Ertrinken ist durch den enormen Auftrieb dieser Salzlösung nahezu unmöglich.
Bei diesen Klima- und Bodenverhältnissen können tatsächlich nur vier Prozent der Fläche von Jordanien für den Ackerbau genutzt werden. Der überwiegende Rest des Landes taugt höchstens für eine bescheidene Viehzucht. Darüber hinaus fehlen Rohstoffe. Einzig die reichen Vorkommen an Phosphat, wichtigstes Exportgut und Grundlage einer bescheidenen chemischen Industrie, bilden eine nennenswerte Ausnahme.
Auf der Königsstraße liegt auf halber Strecke zwischen Amman und Petra die mächtige Festung al-Kerak. Kreuzritter errichteten sie 1132 an strategischer Stelle auf einem fast 1000 Meter hohen Felssporn. Nordöstlich von Amman, an der Grenze zu Syrien liegen die Ruinen des spätantiken Umm al-Jimal. Die aus Basaltgestein erbaute Stadt florierte noch unter der islamischen Dynastie der Omayyaden, ehe ein Erdbeben sie zerstörte. Jordanien ist keine Seefahrernation. Mit einem Fischfang von nur 24 Tonnen pro Jahr rangiert es unter den Ländern um das Rote Meer an letzter Stelle. Das Kunsthandwerk in Jordanien konzentriert sich in erster Linie auf Schmuckwaren, Teppichweberei, Glasbläserkunst und das Töpferhandwerk. Letzteres hat in Jordanien übrigens eine sehr lange Tradition.